Mittwoch, 16. Dezember 2015

Jahresrückblick von StadtLandLebenslust

Minzpulver selber machen


Neulich kochte ein lieber Freund aus Syrien für uns (und bei uns) ein köstliches Mahl: Delikates Hühnchen, wunderbar gewürzter Reis mit verschiedenen Nüssen und dazu eine Knoblauch-Joghurt-Gurken-Sauce, die jedes Tzaziki vor Neid erblassen lassen würde. Eine Zutat fehlte allerdings: Getrocknete geriebene Minze. War leider in meinem Gewürzschrank nicht vorrätig. Am nächsten Tag im Supermarkt vergeblich danach Ausschau gehalten.


Idee: Selbermachen! Bei uns auf dem Dachgarten in Berlin wuchern im Sommer verschiedene Minzarten und werden entweder frisch zum Sorbet oder ins Mineralwasser gegeben, und vor der Blüte im Hochsommer wird dann die große Ernte veranstaltet. An einem warmen Ort, geschützt vor Sonnenstrahlen, werden die Minz-Büschel dann kopfüber zum Trocknen aufgehängt.

Eigentlich ist die getrocknete Minze für Pfefferminz-Tee vorgesehen, aber warum nicht auch mal als Gewürz verwenden? Gesagt, getan: Einige Büschel werden mit einem groben Holzlöffel durch ein engmaschiges Sieb gestrichen, Ergebnis ist ein feines wundervoll aromatisch riechendes Minz-Pulver. Mein syrischer Freund sagte übrigens, dass seine Mutter ganz genau so verfahren würde.
Eignet sich auch prima als kleines Mitbringsel und hält sich viele Monate lang


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Geschenkanhänger mit Hirschmotiv von wohlgeraten
So, und nun muss nur der Alaa mal wieder für uns ein Festmahl zubereiten, wir sind vorbereitet :-)


Sonntag, 13. Dezember 2015

Duftorangen



Schöne Tradition: Orangen mit getrockneten Nelken spicken und an einem warmen Ort aufstellen oder -hängen. Der weihnachtliche Duft sorgt über viele Tage für Wohlbefinden.
Schönen 3. Advent!





Sonntag, 15. November 2015

Brot-Tüten-Windlicht





Kleine Bastelei für Zwischendurch:
Man benötigt Brot-Tüten aus Papier, einen Locher, große Gläser (ich verwendete Weck-Gläser), Kerzen und eventuell Geschenkband.







Die Tüten im Zickzack falten, nach Belieben Locher hinein stanzen, entweder versetzt oder in einer geraden Linie, dann über das Glas stülpen, Kerze rein und schon fertig!






Die Brot-Tüten eignen sich auch prima als Lastminute-Adventskalender: Oben die Tüte einmal umknicken, links und rechts ein Loch rein, Nummer drauf schreiben. Dann befüllen, durch die Löcher ein Band fädeln, mit Aufklebern verzieren.

Donnerstag, 12. November 2015

Rotkohl mit Preisselbeeren? JAAAA



Zwischendurch kurz ein Mini-Tipp: In den Rotkohl gebe ich stets auch ein Glas Orangensaft sowie zwei dicke Löffel Preisselbeeren (aus dem Glas), dazu Wacholderbeeren und Lorbeer. Probiert´s mal aus, ist oberlecker :-)

Sonntag, 8. November 2015

Sonntagsspaziergang am Tegeler Fließ

Bei uns in Berlin-Hermsdorf befindet sich direkt vorm Haus eine wunderschöne Bachauenlandschaft, die zum Naturschutzgebiet Tegeler Fließ gehört. Zu jeder Jahreszeit ist dort ein Spaziergang ein Erlebnis, aber gerade im Herbst entfaltet die Landschaft einen wunderbar rauhen Charme. Aber seht selbst:



 



Samstag, 7. November 2015

Herbstliche Suppen-Inspiration

Hurra, der Herbst ist da! Große Freude deshalb, weil man nun wieder all die deftig-herzhaften Suppen und Eintöpfe fabrizieren kann, auf die man sich den ganzen Sommer - seien wir doch ehrlich - schon gefreut hat. Heute soll es aber kein Rezept (im herkömmlichen Sinn), sondern "nur" eine Inspiration geben: 

Gemüse-Süppchen mit dem gewissen Extra

Deshalb kein "Rezept" mit genauen Mengenangaben, weil es für diese Süppchen unendlich viele Variationen gibt. Je nach Geschmack und Laune kann man nämlich so gut wie ALLES, was der Gemüsehändler gerade bietet verwenden. Mein Tisch sah nach dem Einkauf so aus:



Und das ist meine

Einkaufsliste

Kartoffeln
Lauch
Karotten                                           
Zwiebel
Ingwerknolle
Petersilienwurzel

Petersilie
Majoran
Lorbeerblätter
Pfefferkörner

Weisswein
Hühnerbrühe
Sahne

wahlweise:
Schinkenwürfel
Croutons
Walnüsse

Baguette

Zubereitung


Ingwer und Kartoffeln schälen und kleinschneiden, das Gemüse putzen und kleinschneiden, mit einer Handvoll Kräuter, ein paar Pfefferkörnern und ein oder zwei Lorbeerblättern in der Hühnerbrühe weich kochen.


Übrigens: Majoran und Ingwer harmonieren wunderbar miteinander! Riechen Sie mal an einer frisch geschälten Ingwerknolle und danach an ein paar Majoran-Blättern. Das volle Aroma entfalten sie, wenn man sie zuvor ein bisschen "knetet". Bei mir stellt sich sofort Urlaubsstimmung ein...



Ist das Gemüse weich gekocht nimmt man 2-3 Tassen der Hühnerbrühe ab und gibt das Gemüse durch ein Sieb. Vom Gemüse eine gute Schöpfkelle beiseite  stellen, das wird später die Einlage in die Suppe.

Nun das gekochte Gemüse, die Hühnerbrühe, den Rest der Gewürze und ein Gläschen Weisswein in den Mixer und fein-cremig pürieren. Kurz abschmecken, salzen und pfeffern.

Zum Servieren gibt man noch ein oder zwei Esslöffel des nicht pürierten Gemüses über den Teller, ein paar Petersilie-Blätter, einen Klecks Sahne, und wahlweise kurz angebratene Schinkenwürfel,  Croutons oder Walnüsse - oder gleich alles :-) Dazu passt perfekt ein herzhaftes Baguette.

Und das sieht dann (mit Walnüssen) so aus:



(nicht unerwähnt soll bleiben mein Dank an Mel von der GourmetGuerilla und Vitamix)
                

Mittwoch, 4. November 2015

Gruß aus der Küche: Wachtelei mit Räucherlachs



Ich bin gerade beim Probe-Kochen für ein festliches Weihnachts-Menu und immerhin schon beim "Gruß aus der Küche" angelangt. Diese schöne Tradition - auch bekannt als "Amuse Gueule" oder "Amuse Bouche", also Gaumen/Mund-Freude, wird im privaten Kreis viel zu selten gepflegt. Dabei macht es Spaß, winzig kleine Häppchen zu kreieren, die die Vorfreude auf das Menu steigen lassen. Und - zugegeben: Man kann auch ein ganz klein bisschen dabei angeben.....


Ich teste heute Wachteleier aus dem Wasserbad. Wachteleier gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, sie klingen exklusiv und teuer, sind es aber nicht: Gut 10 bis etwa 20 Cent kostet ein Ei. Geschmacklich sind sie den Hühnereiern eindeutig überlegen, sie haben einen sehr kräftigen Geschmack und ein leicht nussiges Aroma. Aber sie sind nicht einfach zu handhaben, denn sie haben einerseits eine sehr dünne Schale und andererseits eine äußerst zähe Eihaut. Einfach aufschlagen kann man sie nicht. Am besten geht es so: Man nimmt ein geriffeltes Messer, schlägt sanft auf die "Breitseite" des Wachteleis und ritzt dann mit dem Messer einen Schlitz hinein und klappt die beiden Eihälften auf. 


Extra-Tipp: Gut erhaltene Eierschalen lauwarm auspülen und aufbewahren, sie eignen sich prima als Oster-Deko.


In einem Top erhitze ich nun Wasser und geben die Eimasse in kleinen Gläschen (hier die billigen Teelichter vom schwedischen Möbelhaus) ins Wasserbad, ganz zärtlich wird gesalzen und gepfeffert, und nach 6-8 Minuten sind die Eier gar. 

Mein heutiger Test: Mit geräuchertem Lachs, einem winzigen Klecks Meerettich-Sahne und einem Hauch von Dill.
Natürlich kann man die leckeren Winzlinge auch einfach hartkochen, ich machte sie neulich mit Aioli-Creme und Kaviar, kam ziemlich gut an :-)




Dienstag, 3. November 2015

Karotten-Apfel-Salat mit Pfiff



Das Auge isst heute mit, denn Karotten sind wahre Energiebündel, sie enthalten unter allen Gemüsesorten am allermeisten Carotin, speziell das Beta-Carotin. Der Körper kann Beta-Carotin in Vitam A umwandeln, was man beispielsweise beim Hell-Dunkel-Sehen benötigt. Zudem enthalten Karotten den Ballaststoff Pektin, der im Magen-Darm-Bereich aufquillt und ein prima Sättigungsgefühl vermittelt. 

Für 4-6 Personen rechnen wir mal mit 1 Kilo Karotten, 4 süßlichen Äpfeln und 2 Zitronen. Und natürlich den Pfiff, aber dazu später.....

        
Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und bis hinunter auf die Apfel-Schale in eine große Schüssel reiben. Sofort den Saft einer Zitrone darüber geben, damit die Apfelstifte nicht braun werden. Dann die Karotten waschen, eventuell abbürsten, und ebenfalls reiben, den Saft der 2. Zitronen darüber geben, alles gut vermengen.     

Nun 2-3 EL Olivenöl (oder anderes hochwertiges Öl) mit dem Salat vermengen. Denn damit der Körper das carotin in das Vitamin A umwandeln kann benötigt er Fett. Auch in selbstgepressten Karottensaft sollte man stets ein paar Tropfen Öl hinein geben.

Und zum Schluß der versprochene Pfiff: Eine sehr (!) kräftige Prise frisch gemahlenen Pfeffer unterrühren.  Falls Sie es nicht glauben probieren Sie es auf einem Probe-Löffel, es harmoniert irre gut!


Freitag, 23. Oktober 2015

Apfel-Vanillepudding-Blätterteig-Nuss-Glas


Schicht im Schacht ... äh: Glas! Ein superschneller Herbst-Gaumenschmaus, zubereitet in nur 10 Minuten, für zwei Gläser (à 1/2 Liter Fassungsvermögen):

eine Tüte Vanillepudding (für 500 ml Milch) ganz normal zubereiten
1 Blatt TK-Blätterteig leicht auftauen lassen, dann halbieren
1 Apfel entkernen und in kleine Stücke schneiden

Blätterteig als Boden in die Gläser, dann jeweils die Hälfte des Puddigns darüber geben, eine Handvoll Walnüsse als nächste Schicht, dann jeweils einen halben kleingeschnittenen Apfel, als Krönung Mandelstifte und Zimt/Zucker, das ganze bei 200 Grad  für ca 30 Minuten in den Ofen und schon fertig!

Donnerstag, 22. Oktober 2015

der Winter naht, die Nase läuft.....

...  Wenn ich mal kränkele hab ich meistens Appetit auf so Sachen wie Hühnersuppe oder Minestrone, Hauptsache salzig und gerne auch ein bisschen fettig! Doch der Gatte - momentan gerade schon zum 2. Mal in Folge schniefend daniederliegend - ernährt sich dann normalerweise von Milchreis. Heute, zum internationalen Tag der Nuss wollte er Kekse haben. Naaaa gut, also gibt es Nougat-Kekse mit zweierlei Schoko-Glasur und Wal- und Haselnüssen sowie Mandelsplittern. 


(Jaja, ich weiß: Mandeln sind Steinfrüchte, aber das sehen wir jetzt mal nicht so eng ....)


Was sind denn eure ultimativen Gesund-Mach-Tipps so?

Sonntag, 18. Oktober 2015

Andreas Quitten-Ingwer-Tee

Foto: Andrea Lorenz
Wir haben nicht nur sehr kluge, sondern auch sehr kreative Leser. Ein Tee-Rezept von Andrea klingt so dermaßen lecker und dabei trotzdem einfach nachzumachen daß ich es euch nicht vorenthalten kann:

Andreas Quitten-Ingwer-Tee

Für den Quittenhonig - auch Mogwa Cha genannt - die Quitten abreiben, waschen, vierteln, entkernen und mit Schale in dünne Scheiben schneiden. Dann die Stifte in ein gut verschließbares Glas geben und mit gutem Honig auffüllen, 3 Wochen stehen lassen.
Man kann während der Wartezeit auch jeden Tag einen Löffel davon genießen oder in trinkheißes Wasser geben oder Tee damit süßen. Supergesund und superlecker!
Für den Tee ein Daumen großes Stück Ingwer und eine Quitte in feine Scheiben schneiden, in eine Kanne füllen und mit 1,5 Liter kochendem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen, mit Honig süssen. Lecker und gesund!




Foto: Andrea Lorenz
Danke, liebe Andrea!


Salbeitee selber machen

Bevor der Salbeitopf aus meinem Kräutergarten auf dem Dach zum Überwintern in der Keller kommt (und dort alle paar Wochen auch gegossen werden muss) hab ich ihn heute "abgeerntet", die Zweige zu kleinen Sträußen gebunden und an einem längeren Band befestigt. Nun darf die Salbei-Girlande an einem luftigen und schattigen Ort ein paar Tage trocknen lassen, danach ebenso luftig und schattig aufbewahren. 

Der Salbeitee wirkt super bei Halsschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden, einfach ein paar Blätter abzupfen, mit kochendem Wasser überbrühen, ein paar Minuten ziehen lassen, dann Blätter wieder heraus nehmen und nach Belieben mit Honig süssen.

Man kann die getrockneten Salbeiblätter übrigens ebenso gut zum Würzen verwenden, etwa in meinem Grünen Spargel in Salbei-Thymian-Rosmarin-Butter 

Wem der Salbei-Tee nicht sooo gut schmeckt der kann ihn mit allerlei anderen Teesorten mischen, wir haben dazu gleich noch den letzen Korb Pfefferminze für dieses Jahr geerntet, wird ebenfalls getrocknet und allein oder in Kombination mit anderen Tees getrunken.


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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Herbstzeit ist Apfelzeit


Jetzt im Herbst, nach den ersten Frösten, hängen die Äpfel rot und erntereif am Baum. Was im Frühsommer ganz klein anfing ist nun prall und saftig und wartet auf weitere Verwendung. Wer keinen eigenen Garten hat, der kann in öffentlichen Parks auf die Suche gehen: Oftmals, wie hier im Britzer Garten in Berlin, gibt es Obstgärten, die zum Selberpflücken einladen. Ansonsten: Viele Kleingärtner sind mit den Mengen der eigenen Ernte überfordert und freuen sich über dankbare Abnehmer






Hat man seine Obstkiste gefüllt ist die Frage: Was damit tun? Im Keller einlagern? Bergeweise Apfelkuchen backen oder Mus einkochen?
Unser Tipp: Apfelsaft!





Schon für wenig Geld bekommt man leistungsstarke Entsafter, die im Handumdrehen eine Kiste Äpfel in einige Liter leckeren Apfelsaft verwandeln. Eine professionelle Saftpresse ist für den normalen Hausgebrauch nicht notwendig. Wem das auf die Dauer zu langweilig ist, dem sei gesagt: Selbst gepresster Apfelsaft ist die ideale Grundlage, um ihn mit weiteren Zutaten zu verfeinern. Denn eigentlich passt fast alles dazu. Die Klassiker: Mit Karotten (dann einen Löffel Olivenöl nicht vergessen, sorgt dafür, dass das wertvolle Vitamin A, das nur fettlöslich ist, auch vom Körper aufgenommen wird).




Oder mit Rote Beete, Sellerie, Petersilienwurzel, Minze.....
Das Schöne: Man kann Herum- und Aus-probieren, fast alles schmeckt und man kann seine eigenen Favoriten entdecken.