Samstag, 22. November 2014

Das Sonderangebots-Roulette: Wirsing-Hackfleisch-Topf mit Lauch

Manchmal fehlt selbst mir die passende Idee: Was soll ich heute bloß kochen? Dann spiele ich das "Sonderangebots-Roulette": Die ersten beiden Sonderangebote meines Supermarktes um die Ecke aus den Bereichen "Fisch/Fleisch" und "Obst/Gemüse", die mir ins Auge fallen, MÜSSEN zu einem Gericht verwurstet verarbeitet werden. Das kann manchmal ganz schön kompliziert werden, aber es fördert - und fordert! - Kochkreativität :-)
Heute war es leicht: Gemischtes Hack und Wirsingkohl.
Erster Gedanke: Wirsingkohlrouladen. Schnell verworfen, zu aufwändig, denn heute ist schnelle Küche angesagt. Also

Wirsing-Hackfleisch-Topf mit Lauch  

Zutaten (für 4 Personen):
1 Wirsingkohl
2 Stangen Lauch
600 g gemischtes Hackfleisch
Schweineschmalz
2 Gläser Weißwein
1 L Gemüsebnrühe
200 ml Sahne
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Prise Zucker

Beilage:
Salzkartoffeln



Die äußersten und innersten Kohlblätter verwende ich nicht, alle anderen werden vom Strunk befreit und in daumengroße Streifen geschnitten, der Lauch in 1 cm breite Scheiben. Reichlich Schweineschmalz in einem großen Topf erhitzen, das Hackfleisch mit den klein gehackten Knoblauchzehen scharf anbraten, dabei in kleine Stücke zerteilen. Mit dem Weißwein ablöschen, das Gemüse und die Brühe hinzu, Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker dazu und für 20 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Am Ende die Sahne hinzu geben, abschmecken, dazu Salzkartoffeln.






Montag, 10. November 2014

Pfifferling-Walnuss-Süppchen mit Sellerie


Heute gibt es ein feines Süppchen, das perfekt zu allen herbstlichen Wildgerichten passt, beispielsweise zu meinem Wildschweingulasch
Pilzsuppe mit Sellerie. 
Wie bitte?? Ähm, klingt nicht überzeugend?
Aber wie immer ist die Zubereitung äußerst simpel, das Ergebnis zudem lecker, und es hinterlässt  auf der Menu-Karte so richtig dollen Eindruck, man könnte auch sagen: Es ist ein Angeber-Süppchen, lach. Man muss es nur richtig "verkaufen":


Schon Appetit bekommen? Hier ist meine Zutatenliste (für 4 Personen, als Vorspeise):




300 g Pfifferlinge
150 g Walnüsse
1/2 Sellerieknolle

Petersilie
etwas Butter







ca 400 ml Gemüsebrühe
150 ml Sahne
nach Belieben Cognac oder Weißwein











TL Curry
TL Muskatnuss
Rosmarin & Thymian
Salz & Pfeffer














Zubereitung  geht fix wie nix: Pfifferlinge putzen, Walnüsse knacken, zusammen mit einer Tasse Brühe, einigen Pfefferkörnern, einem Büschel Petersilie sowie je einem Zweig Rosmarin und Thymian in den Mixer (oder mit dem Pürierstab fein pürieren). Nach Belieben und Bedarf ein wenig Brühe hinzugeben.

Danach auf dem Herd die Suppe langsam erwärmen, ohne sie zum Kochen zu bringen.
Nach Belieben etwas Sahne, Cognac oder Weißwein hinzu geben.
Salzen & pfeffern.








Inzwischen die halbe Sellerieknolle putzen und in kleine Stücke schneiden, ca 4 Minuten blanchieren.  Derweil Butter erwärmen, die Kräuter hinzugeben. Die Würfel gut abtropfen lassen...





... und kurz in der Kräuterbutter anschwenken.

Zum Anrichten die Suppe auf den Teller geben, ein paar Blätter Petersilie anbei, 2 EL der Selleriewürfel und frisch gemahlenen Pfeffer darüber, und fertig!










Donnerstag, 6. November 2014

Kreativ-Tipp: Vasen aus Reagenzgläsern


Haste mal nen Euro für ne Vase? Ja, richtig gelesen, die meisten meiner Vasen-Ideen kosteten weniger als 1 Euro! Der Trick: Alle bestehen aus Reagenzgläsern. Die kann man problemlos im Internet bestellen oder in Apotheken kaufen. Die Gläser, die ich verwendete haben die Standard-Maße  16x160 mm und kosteten in der Apotheke pro Stück 18 Cent! Die Möglichkeiten sind schier unendlich:





Schon mal eine Zitronenvase gesehen?  Unten ein wenig abschneiden, damit eine Standfläche entsteht, oben mit einem spitzen Messer die kreisrunde Öffnung für das Reagenzglas einschneiden.
Natürlich eignen sich auch Äpfel oder Orangen.












In dem Blumentopf befand sich vorher Schnittlauch. Mit ein paar schönen Steinen und einigen Reagenzgläsern, die in die Erde gesteckt werden entsteht ein schlichter Blumenschmuck.



Auch im "Bündel" schön: Locker in einem Wasserglas oder ganz schlicht von Wellpappe zusammen gehalten.






Mit doppelseitigem Klebeband halten sie eigentlich fast überall. Besonders schön sieht es aus, wenn man sie an der Fensterscheibe befestigt.













































Auf der Terrasse in eine alte Wurzel gesteckt ergeben sich überraschende Kontraste:





























In einer große Schale 
mit Treibholz-Fundstücken 
aus dem letzten Urlaub 
verbreiten die Vasen nun einen mediterranen Flair.



















Unter dem Olivenbaum wachsen auf einmal Blumen!!!
































Ganz minimalistisch im Industrial-Look.


Machen Sie es wie ich; Besorgen Sie sich ein paar Reagenzgläser, durchstreifen Sie Ihre Wohnung und betrachten alles unter dem Gesichtspunkt, ob man daraus eine Vase basteln kann. Ich bin mir sicher, dass Sie noch viele weitere Ideen haben !

Samstag, 1. November 2014

Hallimasch!!!!

Wir kommen gerade zurück vom Waldspaziergang und haben Unmengen von Pilzen im Gepäck: Hallimasch!
Ja, die berüchtigten Pilze, deren Genuss eben jenen "Hall im A..." verursachen kann. Daher wird dringend (!) empfohlen, den Pilz mindestens 10 Minuten lang abzukochen, bevor man ihn weiterverwendet, und das Kochwasser weg zu schütten. Zudem sind die Stiele nicht genießbar, wenn sie innen schon braun sind. 
Wir sind auf Nummer Sicher gegangen und haben nur die Kappen verwendet.

An den abgestorbenen Baumstümpfen wuchsen sie in rauen Mengen und waren auch schon zu groß
für den Verzehr, denn nur kleinere Exemplare haben noch Biss. Doch um die Bäume herum waren sie "büschelweise" zu finden. Zwei gute Handvoll pro Portion sollte man schon vom Spaziergang mitbringen. Der Hallimasch ist übrigens ein sehr weit verbreiteter Schädling, der gerne auch lebende Bäume befällt und zum Absterben bringt.


Übrigens: Wussten Sie, dass wahrscheinlich ausgerechnet ein Hallimasch den größten lebenden und zudem ältesten Organismus auf dieser Welt stellt? Im Malheur National Forest im US-Bundesstaat Oregon lebt ein Exemplar seit geschätzten 2.400 Jahren und bedeckt mittlerweile eine Fläche von 900 Hektar.
Also: Erster Schritt die Pilze säubern, die Stiele abschneiden, größere Exemplare eventuell halbieren. Dann mindestens 10 Minuten abkochen, das Wasser abgießen, die Pilze abbrausen und gut abtropfen lassen.



Mein Rezept dazu ist äußerst simpel:
Zusammen  mit ein wenig Zwiebeln in Butter anschwenken, Rosmarin und Majoran dazu, ein paar verquirlt Eier darüber, salzen und pfeffern und schon fertig: